Grassroots Ambisonics


Betrachtungen über die Rolle von DIY-Initiativen in der Entwicklung zeitgenössischer Spatial-Audio-Praxis. Der Artikel untersucht das Ambisonic Summer Lab, eine von Künstler:innen initiierte und getragene Plattform, die aus Zusammenarbeit, gegenseitiger Unterstützung und offenem Wissensaustausch entstanden ist. Durch die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen und die Verbindung von Menschen über Landesgrenzen hinweg wollen wir zum Aufbau einer neuen Szene räumlicher Musik beitragen – einer Szene, die Offenheit über Wettbewerb und Neugier über Perfektion stellt.


Polina Polina Khatsenka



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Projektübersicht

In den letzten drei Jahren hat phonon~ einen Ort geschaffen, an dem sich professionelles Lernen, künstlerische Praxis und aufmerksames Zuhören verbinden – und so eine internationale Gemeinschaft wachsen lassen.

Was wir unser Sommerlabor nennen, ist keine einzelne Veranstaltung, sondern eine lebendige Struktur aus Symposium, Residenz und Konzert – jedes Element bereichert das nächste, verbunden durch gemeinsame Zeit, einen gemeinsamen Ort und konzentrierte Arbeit.
Das Symposium eröffnet das Feld: ein Zusammenkommen von Künstler:innen, Forschenden und neugierigen Zuhörer:innen mit öffentlich zugänglichen Workshops und Vorträgen. Wissen fließt hier horizontal – zwischen Anfänger:innen und Profis, Musiker:innen und Philosoph:innen – und schafft eine temporäre Gemeinschaft der Praxis.

lectures outdoor

Ambisonics summer school' 23 - outdoor lectures by Martin Nitsche and Vít Pokorný.

Die Residency führt diesen Austausch in einem intimeren Rahmen fort. Über ein bis drei Wochen leben und arbeiten die Teilnehmer:innen gemeinsam, komponieren, experimentieren und diskutieren ihre Ideen – unterstützt von zwei Ambisonic-Systemen (16- und 24-Kanal), die von unserem langjährigen Partner OTTOsonics entwickelt und feinabgestimmt wurden. Der Prozess mündet schließlich in einem öffentlichen Konzert, bei dem die neu entstandenen Werke präsentiert werden und der Veranstaltungsort für einen Abend zu einem gemeinsamen Lebensraum wird.

Seit der ersten Ausgabe veröffentlichen wir zudem ein Compilation-Album, das die Erfahrungen über den Sommer hinaus weiterführt. Mit jedem Jahr kommt eine neue Ebene hinzu – neue Kooperationen, neue Fragen, neue Arten des Lernens durch Klang – und damit wächst Schritt für Schritt eine nachhaltige Plattform für die gemeinsame Erforschung räumlicher Klangpraxis.

melusines poster

MELUSINES' 24 poster by Isabel Tkáčová.

Ursprünge und Perspektive

Als wir das erste Kapitel des Ambisonic Summer Lab aufschlugen, hatten wir in der phonon~ association schlicht das Bedürfnis, etwas zu schaffen, das es so noch nicht gab. Unsere Motivation, eine Veranstaltung rund um Ambisonics zu entwickeln, entstand aus dem Mangel an Bildungsformaten, in denen Wissen unmittelbar, persönlich und mit echter Sorgfalt vermittelt wird. Wir wollten einen Rahmen schaffen, in dem Künstler:innen aus der Praxis einander begegnen, in dem Gespräche zu Kooperationen führen und Mentoring nicht durch Hierarchien definiert wird, sondern durch Aufmerksamkeit, Präsenz und gegenseitige Unterstützung.

Als wir 2023 das erste Lab realisierten, ging es uns daher nicht nur um die Vermittlung räumlicher Audiotechniken. Es ging ebenso darum, Bedingungen für direkten Kontakt zu schaffen – einen Ort, an dem Menschen zusammenleben, durch praktisches Tun lernen und Technologie als etwas erfahren können, das verbindet, nicht isoliert.

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Ambisonics-Sommerschule '23 – Gemeinschaftsleben, persönliches Archiv.

Für uns war Ambisonics immer mehr als ein technisches Format. Es ist eine Haltung: Klang als eigene Dimension zu begreifen und den Klangraum als etwas, das gestaltet werden kann. Die vielschichtige Struktur des Labs – die Verbindung von Symposium, Residency und Konzert – ergab sich aus der Überzeugung, dass konzentriertes Lernen, praktisches Tun und Austausch drei ineinandergreifende Formen einer gemeinsamen Praxis sind. In gewisser Weise funktioniert das Projekt wie eine informelle Schule: ein Ort, an dem Lernen wechselseitig ist, an dem Lehren zugleich Zuhören bedeutet und an dem Werkzeuge wie Ideen frei geteilt werden. Die Zusammenarbeit mit OTTOsonics und anderen Partnern folgt dem gleichen Prinzip – der Überzeugung, dass Bildung im gemeinsamen Schaffen entsteht.

Das Projekt war auch eine Antwort auf den Mangel an zugänglichen Infrastrukturen für immersives Audio außerhalb großer Institutionen. Wir wollten es aufstrebenden Künstler:innen ermöglichen, mit 3D-Sound zu arbeiten, ohne Teil einer Institution sein oder Zugang zu High-End-Studios haben zu müssen – um ihnen Werkzeuge, Wissen und ein Gefühl echter Möglichkeiten an die Hand zu geben.

OTTOsonics speaker.

Drei Ausgaben: 2023–2025 Überblick

2023 – Ambisonics-Sommerschule

Die erste Ausgabe, die in Staňkovice und Ústí nad Labem stattfand, war zugleich Experiment und Absichtserklärung. Wir wollten herausfinden, ob sich rund um die Praxis des räumlichen Klangs eine temporäre Gemeinschaft bilden kann – und genau das geschah. Elf Teilnehmer:innen aus ganz Europa kamen zusammen, um zu arbeiten, zu leben und zwei unterschiedliche Systeme zu erleben: eine 16-Kanal-Anlage bei Löblhof & Artgrund und ein 24-Kanal-Open-Source-Array, beide entwickelt von unserem österreichischen Partner OTTOsonics, dessen Beitrag das gesamte Projekt nachhaltig geprägt hat.

Parallel zur Residency fand ein öffentliches Symposium statt, mit Workshops von Künstler:innen, Ingenieur:innen und Philosoph:innen, die Praxis und Reflexion miteinander verbanden. Das Abschlusskonzert MELUSINES verwandelte das Nationalhaus in Ústí in eine immersive Hörarchitektur – ein Moment, in dem das Publikum die Energie dieses kollektiven Prozesses unmittelbar erfahren konnte.

Das Programm des Jahres 2023 umfasste Beiträge von Manu Mitterhuber (OTTOsonics) zum Betrieb immersiver Systeme, Felix Deufel (ZiMMT) zu Mehrkanalaufnahmen und räumlichen Performance-Tools, Enrique Tomás (Tangible Music Lab, Linz) zu haptischen Interfaces, Jiří Suchánek (SVITAVA) zu lichtgesteuertem Klang sowie den Philosophen Martin Nitsche und Vít Pokorný zu Phänomenologie und Rhythmus.

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Ambisonics Summer School '23 – Vorträge von Enrique Tomás, Felix Deufel und Jiří Suchánek, persönliches Archiv.

Die erste Ausgabe (2023) versammelte dreizehn Künstler:innen aus ganz Europa – darunter STURMHERTA, Veronika Mayer, Dimitris Savva, Jakob Gille, Shannon Soundquist, Daniel Nulty & Ingrid Frivold, LORELEI & Ben Meerwein, Pablo Torres Gomez sowie Identity Work in Progress. Ihre neu entstandenen Werke wurden beim MELUSINES-Konzert in Ústí nad Labem uraufgeführt und später in einer digitalen Veröffentlichung zusammengeführt.

Im Anschluss an die Residency präsentierten wir das Projekt im ZiMMT Leipzig im Rahmen eines besonderen Abends, an dem die für Ambisonics adaptierten MONOM-Archive mit den Ergebnissen der phonon~-Residenz zusammentrafen – in Form von Fixed-Media-Stücken und Live-Improvisationen. Dieser Abend markierte unseren ersten internationalen Auftritt.

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MELUSINES' 24 (c) Marie Šrajerová, ZiMMT-Showcase, Daniel Nulty & Ingrid Frivold beim ZiMMT-Showcase.

2024 – SPATIAL Sommer Lab

Die zweite Ausgabe war von einer deutlichen Erweiterung geprägt. Unter dem Titel SPATIAL entwickelte sich das Projekt zu einem dreiwöchigen Labor und öffnete sein Programm um zusätzliche Workshops von Magdaléna Manderlová, Jakob Gille, Jan Krtička, Jan Burian, Daniele Fabris & Francesco Corvi, Jan Hrubeš sowie den wiederkehrenden Mentor:innen von OTTOsonics, ZiMMT und dem Tangible Music Lab. Die Themen reichten von Feldaufnahmen und Gartenakustik über Live-Spatialisierung und DIY-Quadrophonie-Hardware bis zu softwarebasierten 3D-Performance-Tools.

Diesmal stand nicht mehr die reine Einführung in die Technologie im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie räumlicher Klang selbst zu einem Werkzeug des künstlerischen Denkens werden kann. Das Labor bot ein dichtes Gefüge aus Vorträgen, Gesprächen und hands-on Workshops – von phänomenologischen Klangstudien über DIY-Hardware und Impulsantwortmessungen bis hin zu Live-Spatialisierungssystemen.

Die Residency mündete erneut im Konzert MELUSINES ’24, bei dem Werke von Viktória Arvayová, Michael Džindžichašvili, Hou Lam Wu (Eagle), Heu Hsu & Daniel Lythgoe, Martin Janda und Carina Pesch präsentiert wurden. Ihre Kompositionen loteten die wahrnehmungsbezogenen und ökologischen Dimensionen immersiven Klangs aus. SPATIAL erwies sich dabei nicht nur als Bildungsformat, sondern auch als wachsendes Netzwerk gemeinsamer Praxis – getragen von neuen Freundschaften und einer zunehmenden künstlerischen Verbundenheit.

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OTTOsonics-Workshop (c) Marie Šrajerová, MELUSINES' 24 (c) Marie Šrajerová, OTTOsonics-Workshop (c) Marie Šrajerová.

2025 – Liquid Summer Lab

Das dritte Kapitel, Liquid Summer Lab, führte das Projekt erstmals über die tschechischen Grenzen hinaus und brachte es in die Heymannbaude in der Sächsischen Schweiz in Deutschland.

Gemeinsam mit OTTOsonics organisiert und von lokalen Partnern wie dem Verein zur Förderung von Kunst und Kultur im ländlichen Raum Sachsen e.V. unterstützt, entwickelte sich das Labor zu einem grenzüberschreitenden Austausch – einem einwöchigen Retreat, das sich der 3D-Klangkomposition, technischen Experimenten und kollektiver Reflexion widmete.

Liquid Summer Lab knüpfte an die Erfahrungen der vorherigen Ausgaben an und lud Manu Mitterhuber, Jakob Gille und Ben Wesch zu einer intensiven Woche gemeinsamer Experimente ein: mit Ambisonics-Setups, kreativen und kalibrierenden Werkzeugen (Spatial Synthesizer und Lotto) sowie den vielfältigen Möglichkeiten des DIY-Systembaus.

Nach drei Jahren hat sich das Sommerlabor sowohl zu einem pädagogischen Experiment als auch zu einer gemeinsamen Infrastruktur entwickelt – zu einer Plattform, auf der Wissen frei zirkuliert und auf der sich jedes Jahr das Verständnis dafür vertieft, was es bedeutet, durch Klang zu lernen.

Das Liquid Summer Lab 2025 führt die Reihe der Residenzen in einem intimeren Format fort und lädt eine kleine Gruppe von Künstler:innen ein, neue Arbeiten in der natürlichen Akustik der Sächsischen Schweiz zu entwickeln. Der Schwerpunkt verlagert sich dabei auf Experimente im Freien, auf site-spezifische Klangpraktiken und Live-Kompositionen, die unmittelbar auf die Landschaft reagieren.

In allen Ausgaben bilden die Residenzkünstler:innen den Kern des Projekts – jede Arbeit erweitert die gemeinsame Sprache räumlicher Musik und stärkt das wachsende Netzwerk von Praktiker:innen rund um phonon~.

Eine Höhle in der Nähe der Heymannbaude, persönliches Archiv.

DIY, Open Source und die Praxis der gegenseitigen Unterstützung

Im Zentrum unserer Arbeit steht die Überzeugung, dass Wissen frei zirkulieren sollte – dass komplexe Technologien geteilt, verstanden und gemeinsam neu aufgebaut werden können. Die Arbeit mit räumlichem Audio erfordert häufig teure Werkzeuge und institutionelle Infrastruktur, doch wir verfolgen bewusst einen anderen Ansatz: geprägt von DIY-Ethik und Open-Source-Prinzipien. Anstatt auf Zugang zu warten, bauen wir gemeinsam das, was wir brauchen.

Dieser Ansatz führte uns ganz selbstverständlich zu OTTOsonics, einem österreichischen Kollektiv aus Ottensheim, dessen Arbeit zu einem Eckpfeiler der europäischen DIY-Raumklangszene geworden ist. Ihr Open-Source-Ambisonics-System – bestehend aus selbst gedruckten Lautsprechergehäusen und frei verfügbaren Schaltplänen – bot nicht nur die technische Grundlage unserer Labore, sondern prägte auch deren kollaborative Methode. Der Bau eines Soundsystems erwies sich als gleichermaßen pädagogischer wie sozialer Prozess: löten, testen, hören, justieren – Seite an Seite lernen.

Durch diese Partnerschaft erleben die Teilnehmer:innen Soundtechnologie nicht als Black Box, sondern als etwas Transparentes und Lebendiges – eine Struktur, die zugänglich, nachvollziehbar und reproduzierbar ist. Es ist eine Lektion in Klang und Solidarität: Werkzeuge teilen, Arbeit teilen, Kreativität teilen.

Jedes gelötete Kabel, jeder montierte Lautsprecher wird so zu einem kleinen Akt gegenseitiger Unterstützung und bekräftigt die Idee, dass immersive Technologien nicht allein gut finanzierten Institutionen vorbehalten sein müssen. Sie können ebenso aus Gemeinschaft, Improvisation und Fürsorge entstehen.

Ambisonics summer school' 23 - Manu Mitterhuber workshop.

OTTOsonics: Infrastruktur als Bildung

OTTOsonics ist ein Kollektiv aus Ottensheim in Österreich, das Open-Source-Systeme für 3D-Sound entwickelt. Die Plattform stellt frei verfügbare Baupläne, Schaltpläne und Software-Tools bereit, mit denen jede:r ein ambisonisches Lautsprecherarray bauen kann – von kompakten Studio-Setups bis hin zu groß dimensionierten Konzertkonfigurationen. Einzigartig ist dabei nicht nur die technische Virtuosität, sondern vor allem das klare Bekenntnis zur Offenheit: Technologie als gemeinsames Wissen statt als proprietäres Produkt.

Unsere Zusammenarbeit mit OTTOsonics begann bereits vor dem ersten Sommerlabor und ist seitdem zu dessen Rückgrat geworden. Jede Ausgabe der Residency baut auf ihren Systemen auf – vom tragbaren 16-Kanal-Setup für Workshops bis zur 24-Kanal-Kuppel, die bei öffentlichen Konzerten zum Einsatz kommt. Doch OTTOsonics liefert nicht nur Infrastruktur: Der Mitbegründer Manu Mitterhuber ist in jeder Ausgabe als Mentor präsent und begleitet die Teilnehmer:innen durch den gesamten Prozess der Arbeit mit immersivem Klang – vom Löten und Kalibrieren bis zu Spatialization-Workflows und Decodierungsstrategien.

Liquid Summer Lab' 25 - LOTTO workshop by Ben Wesch.

Für uns ist diese Partnerschaft weit mehr als eine technische Zusammenarbeit. Sie verkörpert eine gemeinsame Motivation: räumliches Audio zugänglich zu machen – Menschen die Möglichkeit zu geben, Technologien auszuprobieren, die ihnen sonst kaum offenstünden, und etwas zu tun, das ohne eine solche Plattform vielleicht unerreichbar wäre.

Wir verstehen dies als Teil einer größeren Mission: Ambisonics zu popularisieren, immersiven Klang aus den engen Grenzen akademischer und institutioneller Kontexte herauszuführen und ein wachsendes Netzwerk unabhängiger Kreativer zu unterstützen, die frei mit dieser Technologie arbeiten möchten.

Truncated icosahedron speaker aka Death Star by OTTOsonics.

Zuhören lernen

Wenn wir auf die letzten drei Jahre zurückblicken, sind es nicht die technischen Meilensteine, die uns am stärksten in Erinnerung bleiben, sondern die Momente geteilter Erfahrung – wenn eine Gruppe von Menschen, von denen sich viele zuvor nie begegnet sind, still in einem Kreis von Lautsprechern sitzt und Klang als etwas Lebendiges, Skulpturales und zutiefst Soziales erlebt. Genau darin liegt die Essenz dessen, was wir aufzubauen versuchen: eine Kultur des Zuhörens als Form des Lernens.

Ambisonics summer school' 23 - a listening walk. 

In einer Zeit, in der Technologie oft isoliert, nutzen wir sie als Mittel der Verbindung – zwischen Disziplinen, Generationen und Orten, die sich sonst vielleicht nie begegnen würden. Die Sommerlabore sind keine Großproduktionen, sondern kleine Ökosysteme, die von gegenseitiger Aufmerksamkeit, Improvisation und Fürsorge leben. Jedes gelötete Kabel, jedes getestete System, jede gemeinsame Mahlzeit trägt zu etwas Größerem bei: einem Netzwerk von Menschen, die Klang nicht nur als Medium verstehen, sondern als eine Form des Zusammenseins.

Mit dieser fortlaufenden Initiative hoffen wir, weiterhin Türen zu öffnen – für diejenigen, die sich erstmals mit räumlichem Klang beschäftigen möchten, ebenso wie für jene, die bereits damit arbeiten, aber einen menschlicheren, gemeinschaftsorientierten Kontext suchen. Unser Ziel ist einfach: immersives Audio zu entmystifizieren, es zu einem Werkzeug künstlerischer Freiheit statt zu einem Privileg werden zu lassen und ein Feld zu stärken, in dem Bildung, Schöpfung und Spiel selbstverständlich nebeneinander existieren.

Letztlich sind die phonon~ summer labs weniger ein Format als eine Bewegung – eine Bewegung, die zuhört, aufbaut und aus jeder Resonanz lernt, die sie hervorbringt.

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Polina Khatsenka

Polina Khatsenka ist eine audiovisuelle Künstlerin, Sounddesignerin und Klangkuratorin aus Minsk, Weißrussland, die in Ústí nad Labem, Tschechien, lebt. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit Klang durch Audio-Performances, ortsspezifische Installationen und Kompositionen. Derzeit promoviert sie an der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität zum Thema „Ort vs. Präsenz: auditive Wahrnehmung als existentielles Werkzeug in der Welt der digitalen Kultur“. Zusammenarbeit ist ein zentraler Bestandteil ihrer Praxis, wobei sie oft selbstorganisiert mit NGOs, Netzwerken und Offspaces zusammenarbeitet. Ihre Projekte erweitern die Wahrnehmung intimer und gemeinsamer Umgebungen und befassen sich mit unsichtbaren physikalischen Feldern und existenziellen Themen. Seit sie 2017 an der HSD Düsseldorf mit räumlichem Audio begann, setzte sie ihre Forschung an der Kunstuniversität Linz fort, wo sie seit 2021 den Kurs „Silence. Pause. Quiet.” am Co.Lab Acoustic Ecology unterrichtet. Als Gründungsmitglied der phonon~ crew organisiert sie Veranstaltungen, bei denen experimentelle elektronische und elektroakustische Musik in quadrophonischen, oktophonischen und ambisonischen Formaten präsentiert wird.




Originalsprache: English
Artikelübersetzungen erfolgen maschinell und redigiert.

Artikel von Polina Khatsenka